Aktuelle Informationen

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 Termine
  • Ökomarkt Ennigerloh (02.06.2013, ab 11.00 Uhr)
  • Regionalkonferenz Naturschutz (Näheres weiter unten)
  • BUND-Kräuter-Exkursion (Juli 2013)
  • BUND-Pilz-Exkursion (Oktober 2013)



 Regionalkonferenz Naturschutz
BUND FÜR UMWELT UND NATURSCHUTZ – LANDESVERBAND NRW (BUND-NW)
LANDESGEMEINSCHAFT NATURSCHUTZ UND UMWELT NRW (LNU)
NATURSCHUTZBUND DEUTSCHLAND - LANDESVERBAND NRW (NABU-NRW)

5. Regionalkonferenz Naturschutz
im Regierungsbezirk Münster

Freitag, 7. Juni 2013, 14.00-18.30
Seminarzentrum im Rieselfeldhof
Coermühle 100, 48157 Münster
Einladung und Programm


14.00 Uhr: Begrüßung und Einleitung
1. Abschnitt: Windenergie
14.15 Uhr: Bezirksplaner Gregor Lange (angefragt): Stand der Windkraft-Planungen im Regionalplanentwurf Münsterland
14.45 Uhr: NN (angefragt): Zielvorstellungen der Landesregierung für den Wind-kraftausbau im Münsterland
15.10 Uhr: Dr. Michael Harengerd: Anforderungen der Umweltverbände im Münsterland an die Ausweisung von Windkraftgebieten
15.30 Uhr: Diskussion mit anschließender Kaffeepause
2. Abschnitt: Energiegewinnung durch Biomasse
16.00 Uhr: Dezernat 32 (angefragt): Steuerungsmöglichkeiten bei nicht-privilegierten Biomasse-Anlagen
16.15 Uhr: Norwich Rüße (MdL): Überblick über den möglichen Biomasse-Einsatz in der Region und kritische Betrachtung der Agrogasanlagen
16.40 Uhr: Werner Gessner-Krone (LNU): Statement der Umweltverbände des Münsterlandes zu Biomasse-Anlagen
17.00 Uhr: Prof. Dieter Schmalz (BUND): Zum Ausbau der Stromnetze
Ab 17.25 Uhr Generaldebatte und Resolution der Naturschutzverbände

Weitere Details und Hintergrundinformationen unter www.regionalkonferenz-naturschutz-muensterland.de

Teilnahmebestätigungen bitte an biologischestation@rieselfelder-muenster.de

Für den BUND-NW: Prof. Dieter Schmalz
Für die LNU: Prof. Dr. Bernhard Surholt und Werner Gessner-Krone
Für den NABU: Dr. Thomas Hövelmann

Erneuerbare Energien im Münsterland

Im Zuge der Aufstellung des Gebietsentwicklungsplans – Teilabschnitt Münsterland – 1997/98 konnten im regionalen Konsens gegen den verhaltenen Widerstand der damali-gen Landesregierung 119 Windkraft-Voranggebiete ausgewiesen werden, die im landes-weiten Vergleich der Regionen die höchsten Erträge gebracht haben. Anstatt auf diesem erfolgreichen konsensualen Wege weiter zu gehen, wird nun eine Kommunalisierung der Ausweisung von Windkraftgebieten betrieben, die auf dem besten Wege ist, ein Pla-nungschaos auszulösen. Aus dem nachvollziehbaren und vernünftigen Motto „Wert-schöpfung in der Region“ droht ein regionalplanerisch nicht mehr steuerbarer Wild-wuchs, der auch auf Belange des Naturschutzes nicht mehr die erforderliche Rücksicht nimmt und nur noch dem Gewinnstreben einiger Investorengruppen (die z. T. verharmlo-send von „Bürgerwindparks“ sprechen) dient.
Die Umweltverbände des Münsterlandes haben frühzeitig im Sommer 2012 ihre Vorstel-lungen von einem naturschutzkonformen Ausbau der Windenergie formuliert („Region im Wandel“), der auch die bisher formulierten Ziele der Landesregierung umsetzen kann.
Als Folge einer fehlgeleiteten Subventionierung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz sind in den letzten Jahren zahllose Agrogasanlagen aus dem Boden geschossen und haben zu einer zusätzlichen „Vermaisung“ des Münsterlandes geführt. Für immer größere Flä-chen – vor allem im Kreis Borken mit etwa 55% Maisanteil an der Ackerfläche, aber auch in den drei anderen Kreisen – gilt inzwischen das schon 1962 von Rachel Carson formulierte Szenario vom „stummen Frühling“. Aber selbst innerhalb der Landwirtschaft werden die kritischen Stimmen immer lauter, weil „normal“ wirtschaftende Bauern die extrem gestiegenen Kauf- und Pachtpreise für landwirtschaftliche Nutzflächen nicht mehr bezahlen können – vom Vertragsnaturschutz ganz zu schweigen.
Die Tagung am 7.6.2013 soll die Zusammenhänge kritisch beleuchten und diejenigen Kräfte aus Politik und progressiver Landwirtschaft unterstützen, die diesen verhängnis-vollen Weg der weiteren Industrialisierung der Landwirtschaft – jetzt unter dem Schlag-wort der Energiewende - nicht mitgehen wollen.
Die Umweltverbände sehen die Gefahr, dass die erforderliche Energiewende scheitern könnte, wenn auf politischer Ebene eine rein technokratische Betrachtungsweise weiter um sich greift, die weder die heimische Bevölkerung „mitnimmt“, noch die Belange des Naturschutzes bzw. der Artenvielfalt ausreichend berücksichtigt.




Stand vom 19.05.2013, 14:56:36 Uhr