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Aktivitäten des BUND Kreisgruppe Warendorf
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Verantwortlicher Redakteur für die Inhalte (v.i.S.d.P.), sowie Impressums-Adresse: Clemens Haase als Vorstandsmitglied für die BUND-Kreisgruppe Warendorf, BUND-Geschäftsstelle Warendorf, Hoetmarer Str. 9, 48231 Warendorf, Tel.: 02581/783637
Service:
Wir möchten uns den Hinweis erlauben, dass die BUND-Aktivisten der Kreisgruppe Warendorf ehrenamtlich und unentgeltlich in ihrer Freizeit für den Natur- und Umweltschutz tätig sind. Bitte bedenken Sie dies, wenn Sie unseren Service (Zeit und Arbeit) in Anspruch nehmen. Unterstützen Sie die Arbeit des BUND mit einer Spende oder werden Sie Mitglied. Unsere Konto-Verbindung steht auf der "Kontakt"-Seite dieser Homepage.
Beratungshinweis:
Ausdrücklich weisen wir daraufhin, dass wir für Nichtmitglieder keine Rechtsberatung machen.
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| Pilze - die unbekannten Wesen? (Ein Text von Klaus Kahlert) |
Verschiedene Personen assoziieren Unterschiedliches mit dem Begriff Pilz
Der Gourmet wird an Steinpilz oder Trüffel denken, Vorschulkinder werden den Fliegenpilz malen, Hippies werden beim Gedanken an magic mushrooms zittrige Hände bekommen und Forstleute werden durch Gedanken an schwere Schäden durch Hallimasch und Co. um den Schlaf gebracht werden. Es gibt aber auch einen anderen Blick auf Pilze.
Bedeutung der Pilze im Naturhaushalt
Viele Pilze sind eine Art Lebensbegleiter von Blütenpflanzen, vor allem von Bäumen Sie sind Symbionten. Das zum Teil mikroskopisch kleine pilzliche Fadengeflecht im Boden umspinnt die Feinwurzeln von Bäumen. Pilze erhalten so wichtige Nährstoffe von den Bäumen, die wiederum durch eine erheblich verbesserte Wasseraufnahmekapazität belohnt werden. Ohne diese Mykorrhiza genannte Symbiose hätten es viele Baumarten sehr schwer.
Eine weitere Gruppe von Pilzen lebt als Recycling-Spezialisten, als Zersetzer von totem organischem Material (Saprobionten) sie sind in der Lage, Totholz oder Laubstreu in deren chemischen Grundbaustoffe zu zerlegen und diese damit wieder für den biologischen Kreislauf zur Verfügung zu stellen.
Unter Naturschutzaspekten sind viele Pilzarten auch bedeutsam, weil sie als Indikatoren fungieren. Sie sind somit Naturnähezeiger, wertvolle Zeiger für schützenswerte Biotope.
Gefährdung von Pilzen
Diese im Naturhaushalt unverzichtbare Organismengruppe ist jedoch in großen Teilen durch menschliche Eingriffe gefährdet. Die Hauptrolle spielt dabei die Biotopzerstörung z. B. durch Ausräumen der Wälder und durch den Einsatz schwerer Maschinen im Waldbau (Bodenverdichtung), vor allem aber durch Stickstoffeintrag, der zu einer Eutrophierung der Böden führt - was viele Pilzarten überhaupt nicht mögen.
Trotz ihrer Bedeutung und ihrer akuten Gefährdung finden Pilze in Naturschutzfragenwenig bis gar keine Berücksichtigung. So beklagt SCHULTZ (Großpilzflora des Nationalparks Harz, 2010), dass Pilzschutz in Naturschutzüberlegungen oft völlig unberücksichtigt bleibt.
Eines der drei Reiche lebender Organismen (Pflanzen,Tiere, Pilze) wird somit aus der Naturschutzdiskussion und -praxis weitgehend bis vollständig ausgeklammert, und das, obwohl die Pilze in der neuen Roten Liste NRW (2009) einen größeren Raum einnehmen (ca. 180 Seiten) als z.B. Blütenpflanzen und Farne (ca. 150 Seiten).
Leider enthalten weder natura 2000, noch der Regionalplan 2010 noch FFH-Richtlinien zum Beispiel für die NSG Mackenberg oder Bergeler Wald irgend einen Hinweise zu Pilzen. Mehr als 6000 potenziell schützenswerte Arten - so viele Großpilze gibt es in unseren Breiten - werden damit nicht in naturschutzfachliche Überlegungen einbezogen.
Es fehlt an Wissen um die eigentliche, unverzichtbare Rolle der Pilze im Naturhaushalt. Sie werden hauptsächlich unter Speise- oder unter Giftaspekten gesehen.
Es fehlt an Artenkenntnis. Daraus folgt: Was ich nicht kenne, kann ich nicht schützen.
Und es fehlt an Wissen um die real existierende Mykoflora vor Ort - zumindest was den Kreis WAF betrifft: H. Jahn und A. Rungehaben in den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts die Pilzvorkommen der Beckumer Berge untersucht. Auch durch intensive Recherche ließen sich keine neueren Erhebungen finden. Über die Pilzflora in den östlichen Teilen des Kreises liegen überhaupt keine gesicherten und publizierten Erkenntnisse vor.
Konsequenz
Dieser Zustand ist höchst unbefriedigend. Wie wäre es, als Konsequenz daraus eine Art AG Pilze im BUND zu etablieren? Diese Gruppe könnte sich folgende Aufgaben setzen - immer schön Schritt für Schritt:
Vorrangig ist sicherlich die Erweiterung des eigenen Wissens um Pilze. Dies ist die unverzichtbare Grundlage für weitergehende Tätigkeiten.
Die Gruppe könnte sich in eng umgrenzten Gebieten um eine Bestandsaufnahme von Pilzvorkommen kümmern. Eine reizvolle Aufgabe wäre es z.B., eine pilzfloristische Aufnahme des Bergeler Waldes heute durchzuführen, um Veränderungen seit den Begehungen durch H. Jahn festzustellen.
Sie könnte sich an der bundesweiten Kartierung von Pilzen (brd.pilzkartierung.de) beteiligen. Der Kreis WAF ist auf entsprechenden Karten bis auf die von mir gemeldeten Funde ein großer weißer Fleck.
Sie sollte sich um nachdrückliche Berücksichtigung von Aspekten des Pilzschutzes in Naturschutzfragen kümmern - sowohl bei Behörden wie auch direkt vor Ort bei Wald - und Grundbesitzern.
Sie könnte Öffentlichkeitsarbeit betreiben - z.B. durch pilzkundliche Info-Tafeln in Naherholungsgebieten oder durch Pilzexkursionen (die aber ausdrücklich nicht dem Sammeln von Speisepilzen dienen sollten).
Für den Einstieg in eine solche Arbeit sind keine Spezialkenntnisse erforderlich, es lässt sich alles erlernen. Wichtig wäre Interesse an der Natur und an Naturschutz im allgemeinen und an Pilzen im Besonderen.
Es wäre schön, wenn vielleicht schon im nächsten Jahr eine interessierte Gruppe von Pilzfreunden an den Start gehen könnte.
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| Bio-Saatgut für Gartenbesitzer |
Viele unserer BUND-Mitglieder sind Gartenfreunde oder sind über Überlegungen zum naturnahen Gartenbau zum BUND gekommen. Da in vielen Bau- und Gartenmärkten kaum BIO-Saatgut angeboten wird, hat die Lemgoer Ortsgruppe auf ihrer Internetseite
Bund Lemgo BIO-SAATGUT
einmal zusammengestellt, wo man BIO-Saatgut, aber auch Pflanzen aus biologischem Anbau beziehen kann. Dabei wurden auch Anbieter aus Österreich und der Schweiz erfasst. Über 20 Lieferanten bieten eine Vielzahl von Salat-, Gemüse- und Kräutersamen. Dazu noch Blumensamen und diverse Artikel für den ökologischen Gartenbau. Wir hoffen, dass diese Information dazu beiträgt, dass sich noch mehr Bürger dafür entscheiden, in ihrem eigenen Garten nach biologischen Grundsätzen Salat und Gemüse anzubauen.
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Stand vom 19.05.2013, 08:03:26 Uhr
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